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Booze & Glory, Doc Rotten, Cassiopeia, 11.03.2024

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Zehn Jahre ist es her, dass Booze & Glory mit „As Bold As Brass“ ein wahres Gassenhaueralbum im besten Sinne veröffentlichten. Anlass genug für eine Zehn-Stationen-Tour, auf welcher das Album komplett aufgeführt wird. Special-Guest sind Doc Rotten aus New Jersey. Da das 250 Plätze bietende Cassiopeia eigentlich zu klein für die Sause ist, hat der Abend dann in der Tat fast etwas von einer Party, „coz some people never change“.   Doc Rotten Booze & Glory Doc Rotten: 15 Years Booze&Glory: Some People Never Change

Speedy Ortiz, Urban Spree, 07.03.2024

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Das dritte Mal J Mahon im letzten Halbjahr - das wirkt schon etwas zwanghaft - und immer ist er das Vorprogramm. Diesmal kommen u.a. drei neue Stücke zur Aufführung und es steht zu hoffen, dass diese demnächst auf einem zweiten Album erscheinen. Brachialer dann das Hauptprogramm mit Speedy Ortiz, von denen in dreizehn Jahren lediglich drei LPs und ebenso wenige EPs erschienen. So ist's der Abend der Gering-Veröffentlicher, die die These, weniger sei mehr, gut gelaunt und eindrucksvoll bestätigen. J Mahon J Mahon. Gold States Speedy Ortiz: Raising the Skate

Blush Always, Badehaus, 27.01.2024

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Keine Ahnung warum, doch obwohl sie aus Leipzig kommen - und abgesehen vom Schlagzeuger, der nach Berlin übersiedeln will, was Sängerin Katja Seiffert zu dem doppelt freundlichen Satz „ein toller Mensch mehr in Berlin“ veranlasst, wohl auch wieder zurückkehren werden - wirken Blush Always bei diesem letzten Konzert ihrer „You deserve romance“-Tour im Badehaus wie Heimgekehrte. Ein s chnörkellos schöner, anfangs etwas basslastiger Abend.  … they don’t know what you’re going through babe. Blush Always: Virtual For You Miserable Monday, Folge 105

Slow Pulp, Badehaus, 13.12.23

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Die Tickets für das erste Konzert von Slow Pulp in Deutschland waren schnell vergriffen, aber vermutlich werden Spielstätten wie das Badehaus in der Revaler Straße künftig ohnehin eine Nummer zu klein sein, für die Band aus Wisconsin. Denn wenn sich erst einmal rumgesprochen hat, wie viel Spaß ein Slow Pulp Konzert macht, wie schön Emily Massey singt und mit welcher Melodienbreite die Band ihre Songs darbietet, ist es schnell vorbei mit den Geheimtipp-Status. Passend und mehr als hörenswert zuvor das Duo PACKS aus Toronto. Madeline Link besingt in einer Art konzentrierter Zerstreutheit u.a. Mark Twains Schreibmaschine, den das vermutlich ebenso gefreut hätte, wie die 250 gut gelaunten Leute im Badehaus. Slow Pulp PACKS Slow Pulp: Slugs PACKS: Honey

J Mahon, Kantine Berghain, 07.12.23

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Schon wieder J Mahon? Gewiss. Vor zwei Monaten als Support der Flat Worms noch solo, spielt er in der ausverkauften Berghain-Kantine diesmal mit Band - und erneut nur als Unterstützer (für John Moods). Große Melodien, ein ganz klein wenig Pathos und sichtbare Freude an den eigenen Songs durchziehen den Auftritt, der funktionsbedingt ein wenig kurz ist. Aber vermutlich hat J Mahon bald seine eigenen Vorbands denn wie singt er unmissverständlich: " If  there’s one thing that I’ve learnt is that we’ve got to learn to grow."  Kann man sich drauf freuen. Über John Moods gibt es hier keine Meldung, da ich nach der „Vorband“ gut gelaunt gegangen bin. J Mahon: Pet Cemetery

Bishops Green, Lido, 26.11.23

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Greg Huff ist der große Conférencier des Oi. Mit allerlei Gesten, Verbeugungen und jeder Menge Fingerzeig führt er durch ein melodisch-lärmendes Set, das selbst die Vollbartträger, die hinten an der Bar lehnen und auf die Folgeband (immerhin Slapshot) warten, neugierig die Hälse recken lässt. Unterhaltung sind ob der schieren Lautstärke ohnehin kaum möglich. Bishops Green bringen die Wucht ihrer Alben nahtlos auf Bühne und eine zu allem entschlossene Fanbase davor. Crows are watching - mothers don't let your boys march! Bishops Green: Waiting  

Protomartyr, Hole 44, 02.11.23

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Joe Casey, Sänger der Band Protomartyr, hat eine Reihe zweifelhafter Vergleiche vorzuweisen: Er wirke wie ein belgischer LKW-Fahrer oder irgendein gemeiner Onkel, der seine vier Neffen dazu zwingt, mit ihm in einer Band zu spielen. Am fiesesten ist wohl der Vergleich mit dem ehemaligen britischen Ministerpräsidenten David Cameron. Sei’s drum! Casey, der eher wie der verschollene Bruder von Frank Black aussieht, nimmt hinter dem Mikrofon Aufstellung - die obligatorische Flasche Bier in der Hand - und los geht's. Es macht enorm viel Spaß, der Band aus Detroit dabei zuzusehen, wie sie mit scheinbar minimalem Aufwand die vertracktesten Songs zur Aufführung bringt. Als Vorband gibt es mit C.I.A Débutante  eine Art dreißigminütige, keyboardunterlegte Lesung zur Gitarre. Das wiederrum braucht etwas Langmut - bzw. man holt sich ein Bier. Protomartyr C.I.A Débutante C.I.A Débutante:  People Who Wait Protomartyr:  Make Way